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(Westfälischer Tennis-Verband e.V.) |
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Internationale Tennis-Jugendmeisterschaften von Deutschland
Essen. Zweite Runde der German Junior Open auf der Tennisanlage des Etuf Essen. Auf Platz zehn schickt die gerade 14 Jahre alt gewordene Rumänin Sorana Cristea die an fünf gesetzte Niederländerin Nicole Thijssen von einer Ecke in die andere. Aufmerksamer Beobachter am Spielfeldrand: Ex-Tennisprofi Hendrik Dreekmann. "Keine Sorge, Mädchen-Coach bin ich noch nicht geworden", scherzt der einst als größte Hoffnung im deutschen Tennis gehandelte Dreekmann. "Das Rumgezicke bei den Mädels ist nichts für mich." Dennoch hat die 14-jährige Rumänin das Interesse der ehemaligen Nummer 29 der ATP-Weltrangliste geweckt. Rein sportlich, versteht sich. "Ich betreibe seit einiger Zeit eine Sportmanagement-Agentur", erzählt Dreekmann, der vor drei Wochen beim ITF-Turnier in Halle von seinem ehemaligen Trainer Ion Geanta auf das Talent von Sorana Cristea aufmerksam gemacht wurde. Die Management-Agentur ist seit dem Ende seiner Tennis-Karriere nicht sein einziges Standbein. Der 29-Jährige hat in verschiedenen Projekten seine Finger im Spiel. Seit zwei Jahren ist Hendrik Dreekmann auch Teilhaber an mehreren Tennisschulen in der weiten Welt: Portugal, Spanien, Tunesien. Außerdem hat er noch eine Event-Agentur gegründet. Den Schritt, als Trainer zurück auf den Tennisplatz zu kehren, hat der ehemalige Bundesliga-Spieler vom Etuf Essen (bisher) noch nicht gewagt, ganz abgeneigt scheint er jedoch nicht zu sein. "Wenn ich jemals als Coach arbeiten sollte, dann nur mit Topspielern und auch nur, wenn es auch menschlich passt. Wenn mich zum Beispiel Marcelo Rios fragen würde, dann würde ich dankend ablehnen", sagt er. Sollte jedoch ein passendes Angebot kommen, dann würde er schon noch einmal seine Taschen packen und von Turnier zu Turnier tingeln. 1999 - mit 25 Jahren - hatte Hendrik Dreekmann seine Karriere als Tennisprofi beenden müssen. Schuld war eine chronische Sehnenentzündung in der Schulter. "Ich hätte gerne noch länger gespielt, aber es ging nicht mehr." Seine erste Karriere abseits des Tennisplatzes startete der Bielefelder in einer Pizzeria, die er in seiner Heimatstadt eröffnete, mittlerweile aber wieder verkauft hat. "Das war eine sehr witzige Zeit, aber ich wollte doch wieder etwas mit Tennis machen." So kam es, dass Hendrik Dreekmann 2002 einen Comeback-Versuch startete. Mit einer Wildcard ausgestattet, spielte er bei den Gerry Weber-Open in Halle, verlor dort in der ersten Runde gegen Roger Federer. "Danach habe ich noch ein paar Challenger gespielt, musste aber leider einsehen, dass das nichts mehr gibt." Wieder war die Schulter der Grund, wieder mussten neue Ziele gefunden werden. Ganz ohne Tennis geht es jedoch immer nicht. In der gerade beendeten Saison spielte Dreekmann für den BTTC Bielefeld in der Verbandsliga. Das Team verpasste trotz seiner makellosen Bilanz den Aufstieg in die Westfalenliga. Zu einigen Tennis-Kollegen hat Dreekmann noch guten Kontakt. Als Zuschauer bei großen Turnieren lässt er sich jedoch nicht oft blicken. Dafür sieht man ihn in Leichtathletik-Stadien. Seine Agentur betreut Werfer und Weitspringer. Zudem ist Dreekmann gut mit Susan Tiedke befreundet. Ion Geanta hat mit seinem Tipp übrigens richtig gelegen: Sorana Cristea hat bei den German Open die dritte Runde erreicht. Hendrik Dreekmann ist also auch heute noch einmal Zaungast beim Etuf Essen.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 09.07.2004, 09:26 Uhr
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